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A9 Archäologie - Erste Erkenntnisse aus den 492 Sondagen

Archäologische Vorabklärungen

Die verantwortlichen Archäologen des ASTRA und des Kantons haben entschieden, die potentiell interessanten Standorte vor Baubeginn zu sondieren, um den Ablauf der eigentlichen Bauarbeiten der Autobahn A9 später nicht zu beeinträchtigen. Rund um den Mörderstein wurden daher erste Grabungen bereits seit dem Jahre 2000 durchgeführt, ebenso im Bereich Pfyngut und Susten Ost. Als Resultat dieser Grabungen konnte aufgezeigt werden, dass der Mensch bereits seit dem Mesolithikum (Mittelsteinzeit) die Talebene besiedelt hat. Im Rahmen des Projektes werden grössere Flächen vorübergehend als Zwischenlager für Ausbruch- und Aushubmaterial beansprucht. Um allfällige archäologisch interessante Fundstellen durch diese Zwischenlager nicht zu beschädigen, wurde dieses ganze Gebiet mittels kleinen Grabungen sondiert. 

Erste Erkenntnisse aus den 492 Sondagen

lm letzten Jahr wurden an 492 Stellen verteilt über das Pfyngut bis nach Gampinen rechteckige Felder auf 2 m Tiefe ausgegraben. um den gesetzlichen Vorschriften über die präventive Archäologie von künftigen Baustellen gerecht zu werden. Erste Resultate liegen jetzt vor. 

Die Verantwortlichen der Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie rund um die Kantonsarchäologin Caroline Brunetti stiessen hauptsächlich im Gebiet des Pfynguts auf positive Resultate. Überall dort, wo sie auf Mauerresten von ehemaligen Gebäuden trafen, werden die Archäologen mehrere Monate vor Baubeginn detailliertere Untersuchungen durchführen (vgl. Karte oben im PDF). Die Stellen sind auf der Karte als rote Kreisflächen markiert. Auf der Höhe des Pfynguts wird bereits seit 2000 Jahren Landwirtschaft betrieben, Seit dem 12. Jahrhundert ist eine wichtige internationale Handelsstrasse durch den Pfynwald dokumentiert, welche am mittlerweile verschwundenen Dorf Pfin vorbeiführte. ln der Gegend des Pfynguts zeigten archäologische Funde, dass die Gegend bereits sehr früh bewirtschaftet wurde. Frühere Ausgrabungen stiessen auf eine römische Strasse aus dem12. Jahrhundert. Die Entstehung des Weilers Pfyngut konnten die Fachleute etwa auf das Jahr 1000 datieren. Er brannte im Jahre 1799 vollständig nieder. Vom Dörfchen Pfin ganz in der Nahe lassen sich Mauerreste entdecken. Bei den Erkundungsgrabungen hat man Gegenstände aus dem Mittelalter gefunden: so zum Beispiel ein Eisenglöckchen, Werkzeuge oder Elemente von Schmuckstücken (vgl. Bilder im PDF). 

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